Deutsche Staatsoper Berlin

Berlin/2009 – 2016

Seit ihrer Einweihung 1742 hatte die Berliner Staatsoper unter den Linden eine ereignisreiche und oftmals tragische Geschichte. Sie wurde mehrmals völlig zerstört und wieder aufgebaut. Die jetzige Generalinstandsetzung umfasst neben dem Operngebäude auch das Intendanzgebäude, das unterirdische Verbindungsbauwerk und einen großen Teil des Magazingebäudes, in dem ein Neubau des Probenzentrums erfolgt. Ein höherer Komfort für die Besucher, optimierte Abläufe der Besucherströme und Bühnenabläufe sowie eine Verbesserung der Akustik im Zuschauersaal sind die Ziele der hochkomplexen Bauaufgabe, die unter weitestgehendem Erhalt der Paulick’schen Fassung der Staatsoper erreicht werden. Die Akustik im Zuschauersaal hängt maßgeblich von dessen Raumvolumen ab, da dieses einen direkten Einfluss auf die Nachhallzeit hat. Durch die Anhebung der Saaldecke, die in ihrer derzeitigen Gestalt erhalten bleibt, und die Verlängerung des Proszeniums wird die erforderliche Vergrößerung des Saals erzielt. Auf diese Weise entsteht die Nachhallgalerie, die unter Ausnutzung der historischen Dachgeometrie den Raum erweitert. Das schalldurchlässige Rautenmuster ihrer Verkleidung setzt sich deutlich von den historischen Schmuckelementen ab, ohne den stilistischen Rahmen des Saals zu verlassen.