UNESCO Weltkulturerbe Kloster Lorsch

Lorsch/2010 – 2014

Das Kloster Lorsch formte über Jahrhunderte hinweg ein mittelalterliches machpolitisches und kulturelles Zentrum. Auf dem Gelände der ehemaligen Benediktinerabtei befinden sich unter anderem die Torhalle (»Königshalle«), eines der wenigen erhaltenen Baudenkmäler aus der Karolingerzeit und die Ausgrabungsstätte des klösterlichen Kirchenfragments. Ein Masterplan sieht vor, die heterogene Struktur der Welterbestätte durch eine gemeinsame Formensprache zu verknüpfen und Besuchern aus aller Welt zugänglich zu machen. Ein zentraler Bestandteil dieses Masterplans ist die Entwicklung eines Besucher- und Empfangsgebäudes, das auch den Freilichtpark Lauresham mit seinen Modellgebäuden eines mittelalterlichen Dorfes in das Areal mit einbezieht. Das neue Empfangsgebäude ist Ausgangspunkt für verschiedene Rundwege, auf denen man die Welterbestätte erkunden kann. Hier finden sich Kasse, Information, Shop, Café wie auch die museumspädagogischen Angebote. Das Empfangsgebäude besteht aus einem langgestreckten, eingeschossigen Glasgebäude, in dem wie in einem experimentellen Labor die verschiedenen Nutzungen in einzelnen Kuben untergebracht sind. Die Infrastruktur des Gebäudes ist durch dieses Haus-im-Haus-Prinzip so autark wie möglich – was u.a. durch die Photovoltaikanlagen auf dem Dach und geothermische Bohrungen unterstützt wird.