Tirol Panorama Bergisel

Innsbruck (Österreich)/2007 – 2011

Vor der Arbeit an der Ausstellungsgestaltung stand eine packenden Idee und Museumskonzeption: Auf der Grundlage einer eingehenden Beschäftigung mit der Geschichte Tirols und mit den politischen und kulturellen Ereignissen Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte HG Merz eine Konzeption, die ihre Wurzeln in den Tiroler Freiheitskriegen hat, dort aber nicht stehen bleibt. Von Anfang an war klar, dass das neue Museum nicht lediglich das nostalgische Bedürfnis nach einer Betrachtung der Vergangenheit stillen sollte, sondern den Mythos Tirol aus der Perspektive der Gegenwart und in seiner europäischen Dimension in den Blick nehmen muss. Das Ergebnis der konzeptionellen Arbeit ist eine klassische Dreiteilung, die der räumlichen Anlage des Museums entspricht: Der erste Akt beginnt mit dem Eintritt ins Museum und gipfelt in der „Schlacht am Bergisel“, den Ereignissen am 13. August 1809, die auf dem Riesenrundgemälde eindrucksvoll erzählt werden. Der zweite Akt verlässt diesen Ort und Zeitpunkt, weitet den Betrachtungswinkel und zeigt auf dem „Schauplatz Tirol“ das Geflecht aus Menschen und Politik, Religion und Natur Tirols zum Vorschein kommt. Der dritte und letzte Akt durchquert die Geschichte der Kaiserjäger und findet seinen Abschluss in einer interaktiven Auseinandersetzung mit dem Kontinent und der politischen Einheit: „Nach Krieg: Europa“.